Meditations- und Entspannungstherapeut

1 ½ jährige Ausbildung


Mit der Ausbildung zum Meditations- und Entspannungstherapeuten erschafft die UTA Akademie ein Berufsbild, das den Teilnehmern die Möglichkeit gibt, präventiv oder therapeutisch zu arbeiten. Meditation ist ein zentraler Baustein – hier seien die aktiven Meditationen von Osho besonders hervorgehoben, da sie in unseren Augen in idealer Weise für die Erreichung der in der Primärprävention verfolgten Ziele geeignet sind.

Immer deutlicher setzt sich die Erkenntnis durch, dass es weitaus einfacher ist, durch geeignete Maßnahmen Gesundheit zu erhalten bzw. einer Erkrankung  vorzubeugen, als gesundheitliche Beeinträchtigungen kostenintensiv zu kurieren. Mit anderen Worten: Gesundheit steht in unmittelbarem Bezug zu Bewusstheit und dem daraus hergeleiteten Handeln. Aus diesem Grunde widmen Krankenkassen der Primärprävention immer mehr Aufmerksamkeit und sind bereit, auf diesem Gebiet therapeutische Verfahren und Maßnahmen zur Gesundheitsförderung, Stressreduktion und Entspannung zu unterstützen.

Aufbau und Stundenzahl der angebotenen Ausbildung orientieren sich an den von Krankenkassen geforderten Standards, analog zu anderen alternativen Methoden wie Yoga, Qi Gong und Tai Chi.

Die Ausbildung zum Meditationslehrer ist ein wichtiger Grundbaustein im Lehrplan. Darauf aufbauend haben wir verschiedene Themenschwerpunkte gesetzt.

Trainings

Meditations- u. Entspannungs-

therapeut

Trainingsinhalte:

• Meditationslehrer als Basistraining (16 Tage)

• Erdung, Zentrierung und Atem (5 Tage)

• Progressive Muskelentspannung und Autogenes Training (6 Tage)

• Medizinische Wirkung und Anwendung von Meditation in der Therapie (3 Tage)

• Therapeutische Kommunikation I – Kommunikations- und Motivationsfertigkeiten (2 Tage)

• 7-Tage-Meditations-Retreat

• Conscious Living – Meditative Haltung im Alltag (3 Tage)

• Therapeutische Kommunikation II und Herzmeditation (3 Tage)

• Meditationspraxis

Sollten Sie an der Ausbildung interessiert sein, laden wir sie zu einem ausführlichen Beratungsgespräch ein.



Atmung, Erdung und Hara Zentrierung


mit Anando Würzburger


In den fernöstlichen Traditionen in China und Japan wird das Hara, der Bauch, als „die Quelle des Lebens“ bezeichnet. Im Hara befindet sich unser physisches, spirituelles, mentales und emotionales Gleichgewicht. Hara Zentrierung war in Japan sowohl eine Basis für die Kampfkünste als auch für die schönen Künste Kalligraphie, Malerei und Teezeremonie. Ist das Hara in gutem energetischem Fluss, funktioniert die Selbstregulation des Körpers optimal. Hara Bewegungs- und Atem-Techniken und Zentrierungsübungen  bringen die Psyche und die Emotionen zur Ruhe und bauen Stress im Körper ab.

Erdung ist die Basis für einen gesunden Energiefluss im Körper. Kommen wir in Stress oder starke Angst, verlieren wir im wahrsten Sinne „den Boden unter den Füßen“. Erdung ist ein Weg zu lernen „auf dem Teppich zu bleiben“. Durch die Erde nehmen wir Kraft auf und können Spannung ableiten.

Der Atem ist eine Brücke zwischen dem Materiellen und Immateriellen. Er verbindet den Körper mit dem Spirituellen, dem Geist, und trägt das Prana, die kosmische Lebensenergie durch den Körper. Er ist ein Medium für eine achtsame Wahrnehmung des Körpers. Über den Atem können wir die Psyche ins Gleichgewicht bringen, Emotionen ausgleichen und in die Ruhe bringen.

Wir werden einfache Übungsreihen erlernen, die für jedermann geeignet sind. Die einzelnen Elemente können Klienten als tägliche Übungen weitergegeben oder im Kontext eines Seminars eingesetzt werden.




Progressive Muskelentspannung und Autogenes Training


mit Dr. Georg Klaus


Die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson (Progressive Muskelrelaxation) ist eine wissenschaftlich erprobte, leicht erlernbare Entspannungstechnik, die vielfältig einsetzbar ist, beispielsweise zur Lösung von muskulären Verspannungen in Problembereichen wie Rücken, Schultern, Nacken, Bauch und Gesicht.

Autogenes Training ist eine Methode der Selbstbeeinflussung, der Autosuggestion. Dabei wird das Ziel verfolgt, sich selbst mit eigenen Entspannungsformeln in einen Zustand der Entspannung zu versetzen. Funktionelle körperliche Störungen können behandelt werden.

Trainingsinhalte

• Einführung in die Grundformen der Progressiven Muskelentspannung und in die Unterstufe des Autogenen Trainings

• Einleitung der Entspannungsreaktionen

• Vermittlung der Grundlagen der psychophysischen Entspannungsreaktionen

• Vermittlung von Gesprächstechniken

• Kenntnis der psychologischen, medizinischen und wissenschaftlichen Grundlagen der Entspannungsverfahren

• Umgang mit Schwierigkeiten und Widerständen seitens der Probanden

• Übersicht über die Grundlagen der Stresstheorien

• Kenntnis von Kontraindikationen bei Entspannungsverfahren


Folgende Fragen sollen im Rahmen der Ausbildung eine Klärung finden:

• Wie ermöglicht mir Entspannung ein gesundes Gegengewicht zu übermäßiger körperlicher und seelischer Anspannung?

• Welche körperlichen und seelischen Selbstregulationsprozesse werden während der Entspannung freigesetzt?

• Welche Krankheitsprozesse kann ich durch Entspannung günstig beeinflussen?

• Wie fördert Entspannung meine Konzentration?

• Wie kann ich Körpersignalsysteme wahrnehmen und positive Körperempfindungen entwickeln?

• Wie kann Entspannung mich unterstützen, meinen alltäglichen Stress besser zu bewältigen?




Die Medizinische Wirkung und Anwendung von Meditation in der Therapie


mit Dr. Peter Mantell und Ramateertha Doetsch


In den letzten Jahren hat die Forschung in Bezug auf Meditation erstaunliche Entdeckungen gemacht und wichtige Erkenntnisse gewonnen. Auf welchem Gebiet auch immer – sei es die Untersuchung des meditierenden Gehirns, das Gebiet der Neurophysiologie, der Neurobiologie, der Neurobiochemie und der Psychologie –, es wird immer deutlicher, dass Meditation einen die Gesundheit erhaltenden oder die Heilung fördernden Effekt hat. Nicht zuletzt hat dieses Wissen dazu geführt, dass Krankenkassen beginnen, meditative Praxis als Präventionsmaßnahme zu fördern.

In diesen 3 Tagen wollen die beiden Trainer (Peter Mantell, Psychiater, und Ramateertha Doetsch, Arzt) Einblicke in diese Erkenntnisse vermitteln. Sie wollen ein Verständnis dessen, was durch Meditation im Körper – insbesondere im Gehirn und dem gesamten Nervensystem – und in der Psyche geschieht, vermitteln.

Dieses Wissen ist hilfreich für die Arbeit mit Menschen, die durch therapeutische Prozesse gehen und/oder meditieren. Meditative Praxis und das Vermitteln von Wissen und Verständnis werden in diesen drei Tagen einander ergänzen und unterstützen.




7-Tage-Meditations-Retreat


mit Ramateertha Doetsch und Subodhi Schweizer


Mit dem Wort „Retreat“ assoziieren wir alle möglichen Vorstellungen und Inhalte. Abgesehen von der Vorstellung, dass es mit Rückzug, Alleinsein und Nicht-gestört-Werden zu tun hat, denken wir auch an eine Diät: Verzicht, Askese, Disziplin und Anstrengung gehören, wie auch immer, dazu.

In der Ausbildung zum Meditations- und Entspannungstherapeuten hat das Retreat jedoch nur einen Sinn: Es führt in die Welt des ‚Nichtstuns‘ und in die Entspannung.

Nachdem der Herzmuskel sich kontrahiert hat und damit das Blut in den Körper pumpt, erschlafft er und füllt sich wieder mit Blut auf. Es gehört zu seiner gesunden Funktion, in diesem Rhythmus aus Aktion und Entspannung zu schwingen. In unserem Alltag haben wir diese Balance verloren. Es ist, als würde sich unser Herz permanent zusammenziehen, um das Blut in die Peripherie zu pumpen, und dann nicht erschlaffen, um sich wieder zu füllen. Oder als ob wir immer wach sein und uns nicht die Zeit zum Schlafen und Ruhen geben wollten. Wir sind so mit unserem Handeln, unserer Aktion identifiziert, dass wir das Nichtstun vermeiden, aus Angst davor, dann unter­zugehen.

In diesem Retreat geben wir der Stille und dem Nichtstun Raum, um die Balance wiederherzustellen.

Wir widmen uns der ältesten Form der Meditation: dem Sitzen in Stille. Diese einfache Technik hat eine jahrhundertealte Tradition. Wir erlauben uns, uns hinzusetzen, nichts zu tun und einfach nur aufmerksam zu sein. Wir lassen uns und die Welt einfach so, wie sie ist, ohne einzugreifen oder zu handeln. Das hört sich zunächst sehr einfach an und doch stellen wir häufig fest, dass wir in der Stille mit vielen

Themen konfrontiert sind. Der Verstand wirft Fragen auf und wir erkennen, wie verstrickt wir in unseren Mustern und Gewohnheiten und den damit einhergehenden Spannungen sind.

Wir werden feststellen, dass das Retreat ein kraftvoller Prozess ist, der uns erlaubt, Distanz zu unseren Gedanken, Gefühlen und Körperempfindungen zu gewinnen. Unsere Achtsamkeit wächst – wir finden einen Weg in die wahre Freiheit und haben die Möglichkeit, wieder bei uns, in unserer Mitte, unserem ursprünglichen Sein anzukommen und zu entspannen.

Interviews während des Retreats unterstützen in diesem Prozess. Es ist eine grundlegende Erfahrung für jeden, der auf dem Weg der Meditation ist und/oder Meditation  vermitteln will.


Trainingsinhalte

• Anleitung zum „Stillen Sitzen“

• Vermittlung tiefer Meditationserfahrung




Gesprächstechniken und Präsen im Klientenkontakt


mit Subodhi Schweizer


Auf dem Weg der Meditation begegnen wir nicht nur Momenten von Raum, Stille und Präsenz, sondern auch Momenten von Widerstand, Unruhe und Gedanken. Wenn Meditierende auf solche Hürden treffen, geben sie entweder auf oder suchen sich entsprechende Unterstützung.

In der Meditationsberatung vermitteln wir ein Verständnis über die unterschiedlichen Prozesse, die durch Meditation in Bewegung kommen. Wir zeigen die Tricks und Fallen des Verstandes auf und öffnen einen Raum von Akzeptanz, um den Meditierenden zu der Position des Beobachters zurückzuführen. Dabei geht es nicht darum, irgendetwas “wegzureden“ oder zu unterdrücken, sondern vielmehr einzuladen, die Dinge anzunehmen, wie sie sind, und wieder in das Hier und Jetzt zurückzufinden. Wir werden auf die inhaltlichen Aspekte von Meditation eingehen und uns in der Beratung üben.

Eine der Herzmeditationen, die uns öffnet für die Belange und Fragen des Meditierenden, ist das 'Hören mit dem Herzen'. Das Anleiten dieser Meditation wird in diesem Abschnitt vermittelt.




Anleiten von geführten Meditationen und Herzmeditationen

Mit Anando Würzburger


Oft erleben wir den Verstand und das Denken als Hindernis beim Meditieren. Wenn wir meditieren, werden wir uns des stetigen inneren Dialoges bewusst, der all unser Tun kommentiert und uns unablässig und unbarmherzig zu höheren Leistungen antreiben will, auch beim Meditieren.
Die Kunst des Anleitens von Meditationen besteht darin, den Verstand zu einer offen annehmenden, mitfühlenden und bejahenden Haltung uns selbst gegenüber zu führen. Wenn wir Mitgefühl für uns selbst im Herzen haben, können wir im Hier und Jetzt sein, so wie wir sind. Die Fähigkeit, auch unangenehme Gefühle und Ereignisse annehmen zu können, wächst. So kann die Kraft des Herzens unser Leben erweitern und transformieren.
Angeleitete Meditationen – hin zu mehr Mitgefühl mit sich und anderen – stärken unsere Psyche, indem sie das Gehirn verändern. In den Neurowissenschaften konnte belegt werden, dass Gehirnareale, die für eine gesunde Bindungsfähigkeit zuständig sind, durch die Meditationspraxis wachsen können.

 

Inhalte

  1. Anleitung von geführten Meditationen

  2. Sprachwahl, Ausdruck von Stimme und Körper

  3. Anleitung und Praxis verschiedener Herzmeditationen

  4. Neurowissenschaftliche Aussagen zur Meditationspraxis des Mitgefühls






Abschlusswochenende


mit Subodhi Schweizer


Das Abschlusswochenende dient der Integration und Reflexion der Modulinhalte der vorhergehenden Seiten sowie dem Vortragen der Abschlussarbeiten für die Zertifizierung.
Die Teilnehmer erhalten zudem aktuelle, praxisrelevante Informationen in Bezug auf Krankenkassen, Präventionsgesetze und Rechtsfragen. Darüber hinaus gibt es Raum für individuelle Fragestellungen.