Sammasati –

Osho Training für spirituelle Therapie

mit Anando, Ramateertha, Samarona, Subodhi und Turiya

 

„Buddhas ursprüngliches Wort ist Sammasati.

‚Sati’ heißt erinnern, es bedeutet Gedächtnis.

Richtiges Erinnern ist nicht Gedächtnis.

Es bedeutet dich deiner Selbst zu erinnern – wer du bist.

Nicht deiner Erziehung, nicht deiner Kultur,

nicht deiner Religion ... Der Moment wo du dich deiner Selbst erinnerst – das ist das richtige Erinnern.“ (Osho)


Osho ist der erste indische Mystiker, der östliche spirituelle Praxis mit westlichen Formen der Psychotherapie verbunden hat. Unter seiner Anleitung haben sich neue Dimensionen des Austausches zwischen Therapeut und Klient eröffnet.

Meditation erhält den zentralen Platz in dem, was sich zur spirituellen Therapie entwickelt hat oder auch die ‚Psychologie der Buddhas’ genannt wird: Nicht mehr das Lösen von Problemen und die Behandlung von ‚Fällen’ stehen im Vordergrund; Therapeut und Klient verstehen sich als Teil eines größeren Geschehens. Liebe, Akzeptanz und meditative, absichtslose Präsenz können mehr Wachstum bzw. Veränderung bewirken, als nur korrekt durchgeführte therapeutische Interventionen.

Der Mensch wird verstanden als Wesen, das alles hat, was notwendig ist, um glücklich zu sein. Durch Konditionierung und Missverständnisse ist er von dieser Essenz getrennt. Spirituelle Therapie sieht ihren Sinn darin, sich dieser Essenz wieder zu öffnen. 

Das Wort ‚Sammasati’ bedeutet ‚rechtes Erinnern’ und ist eine Aufforderung, sich dieser Essenz – unserer Buddha-Natur – zu erinnern.


Dieses Training hat die Absicht, den Teilnehmern sowohl therapeutisches Werkzeug an die Hand zu geben als auch die ‚innere Haltung’ zu vermitteln, die für dieses therapeutische Verständnis notwendig ist. Freiheit geschieht durch Bewusstheit: von der Vergangenheit in die Gegenwart, von der Persönlichkeit zur Individualität.

 

Trainings

Sammasati

Modul I

Das erste Modul des Trainings besteht aus sechs Teilen von jeweils vier Tagen und vier Einzelsitzungen mit einem Mentor aus dem Trainerteam.

Die Teilnehmer lernen verschiedene Aspekte der spirituellen Therapie kennen. Sie gehen durch einen Reifungsprozess, in dem sie sich ihrer Konditionierungen in den unterschiedlichen Lebensbereichen bewusst werden. Das bewusste Wahrnehmen der eigenen Grenzen und Muster lädt ein, neue Wege zu gehen. Sie beobachten, wie sich Selbstwahrnehmung und Handlungsweisen verändern. 

Diese Selbsterfahrung stellt die Methoden vor, deren Technik und Anwendung die Teilnehmer im zweiten Modul erlernen.

Das 1. Modul kann auch einzeln gebucht werden!

Ein persönliches Interview mit einem der Trainer ist Voraussetzung für die Teilnahme.


Einstieg (mit Ramateertha und Anando)

Dieser Abschnitt ist der Beginn des Selbsterfahrungsjahres und das erste Modul des Therapeutentrainings und markiert den Anfang einer großen Reise. Er bringt Aufregung und Verletzlichkeit mit sich und beinhaltet als Chance auch die Möglichkeit des Sich Öffnens und Einlassens. Diese Einladung gilt dir selbst und allen anderen: Das Wagnis, dich in einem Klima der Offenheit und des Vertrauens zu zeigen wie du bist, mit allem was dazu gehört: Stärke, Schwäche, dem Bedürfnis nach Schutz und dem Bedürfnis nach Nähe. In diesem Raum entsteht Bewusstheit, weil du in viele Spiegel schaust und dich selber beginnst, klarer zu sehen. Meditationen, Körperübungen, spielerischer Umgang miteinander werden Türen öffnen zu neuen Räumen und zu neuem Verständnis.

 

Lebendigkeit durch Atem und Körper (mit Subodhi)

In diesem Abschnitt wirst du durch körperorientierte Übungen und Meditationen die Möglichkeit haben, mit deinen Gefühlen und deiner Lebendigkeit in Kontakt zu kommen. Du lernst dich auf deinen eigenen Körper, Atem und Bewegung einzulassen und kommst dadurch mit den damit verbundenen Themen in Berührung. Durch die Begegnung mit anderen wird die eigene Erfahrung vertieft und du lernst dabei auch die anderen Teilnehmer auf einer tiefen Ebene kennen. Es entsteht ein Raum von Offenheit und Vertrauen, in dem es möglich ist, sich zu zeigen und auch auf einer nonverbalen Ebene mit den anderen verbunden zu sein.


Wir sind was wir suchen – mit Projektionen umgehen (mit Samarona)

Was uns davon abhält, wirklich zu verstehen und zu akzeptieren wer wir sind, ist unser Mangel an Objektivität. Wir sehen alles durch eine bestimmte Brille, diktiert von unserem Unbewussten, beeinflusst von unseren Ängsten und Wünschen. Wir sehen unser Unbewusstes, projiziert in die Welt. Einerseits versuchen wir, uns durch Projektion von unsere Negativität zu trennen, andererseits trennen wir uns aber auch durch Projektion von unserer wahren Natur, unserer Liebe, Stärke oder Würde. Wir meinen, dass diese Qualitäten außerhalb von uns sind und suchen eine Vereinigung im Außen, in der Hoffnung wieder ganz zu werden. Wir brauchen eine objektive Wahrnehmung um zu erkennen, dass unsere Natur in uns existiert und sie die Antwort und die Erfüllung ist, die wir durch Projektion überall außerhalb von uns suchen.


Who is In? (mit Anando und Ramateertha)

Als Voraussetzung für die Arbeit mit Menschen betrachten wir die tiefe und kompromisslose Konfrontation mit sich selbst. In der Auseinandersetzung mit dem Zen-Koan „Who is In?“ (Wer ist Innen?) werden wir auf uns selbst zurückgeworfen. Wir begegnen unseren Schatten, Ängsten, Träumen und Alpträumen. Indem wir sie zulassen und anschauen dringen wir Schicht um Schicht tiefer zu unserem Wesenskern vor und suchen nach einer direkten Erfahrung unserer Mitte.

Aus dieser Mitte heraus begegnen wir uns selbst und anderen auf eine Weise, wo wir alles so lassen können wie es ist, und es nicht so haben wollen, wie es irgendwelchen Vorstellungen, Idealen und Dogmen entspricht.

 

Die Essenz des Herzens (mit Turiya)

Unser Herz ist ein Zentrum voller Liebe und Mitgefühl. Es gibt gerne und empfängt mit Freude. In diesem Moment hast du die Möglichkeit, dich dafür zu öffnen oder dich zu verschließen. Du kannst warten – auf mehr Geld, den idealen Mann, die ideale Frau, Sicherheit, Liebe und Wärme – oder du lebst aus der Tiefe deines Herzens, öffnest dich für diesen Moment und gibst, was du dir selber am meisten wünschst, ohne zu warten.

Aus vergangenen Erfahrungen tragen wir Wunden und Verletzungen mit uns herum, die unser Herz immer wieder verschließen. Um zu überleben haben wir gelernt, uns zu schützen. Wir haben einen harten Panzer der Kontrolle und Angst aufgebaut und ziehen uns zurück, um nicht wieder verletzt zu werden. Wir sehnen uns nach Liebe, haben aber Angst, uns wirklich wieder ganz zu öffnen, wieder empfindsam und zärtlich zu sein.

In diesem Prozess lernen wir durch den Kontakt zu unserem Körper die alten Wunden zu heilen und die Herzenergie wieder fließen zu lassen. Die Essenz des Herzens ist aufmerksam, wach und empfindsam zugleich. Durch die natürliche Fähigkeit des Herzens, jeden Moment liebevoll zu akzeptieren, lassen wir langsam die Schutzmechanismen los und lernen in der Kraft des Herzens zu leben und zu lieben.

 

Abschluss und Integration (mit Subodhi)

Dieser Abschnitt bildet den Abschluss des ersten Ausbildungsjahres. Meditation, offener Austausch und einfach Raum zum Sein und Loslassen, bietet die Möglichkeit, die während des ersten Jahres gemachten Erfahrungen zu integrieren. In dieser Atmosphäre fallen Dinge an ihren Platz. Es entsteht ein Verständnis, aus dem sich die nächsten Schritte für jeden Einzelnen ergeben können.



Modul II

Im zweiten Modul werden die Teilnehmer in die Praxis der therapeutischen Arbeit eingeführt. Es besteht aus 11 Trainingseinheiten und zwei Supervisionswochenenden. Die Trainingseinheiten sind folgenden Themenbereichen zugeordnet:

- Therapeutische Kunstfertigkeiten

- Körperorientierte Therapie

- Entwicklungspsychologie und Essenz-Arbeit

- Spezielle Themenbereiche

 

Im Mittelpunkt steht die Entwicklung einer therapeutischen Haltung, die von Liebe, Akzeptanz, Offenheit und Präsenz geprägt ist. Es erfolgt die Vermittlung von Wissen, das Erlernen der Gestaltung von Einzelsitzungen und der Einsatz verschiedener therapeutischer Werkzeuge.

Teil des Trainings ist die Begleitung jedes einzelnen Teilnehmers durch sechs Einzelsitzungen mit einem Mentor aus dem Trainerteam.

Bei entsprechender Vorerfahrung ist es möglich, das Training mit dem 2. Modul zu beginnen. Dazu ist ein Interview mit einem der Trainer erforderlich.

 

Therapeutische Kunstfertigkeiten

Diese drei Ausbildungssequenzen bilden das Fundament der Ausbildung. Sie ziehen sich wie ein roter Faden durch das zweite Modul. In ihnen wird das Grundverständnis therapeutischen Arbeitens vermittelt. Die gesamte Vielfalt der Interaktion zwischen Therapeut und Klient wird erforscht, in der Praxis erfahren und geübt. Ein Hauptaugenmerk liegt darauf, wie sich der Lernende in der therapeutischen Arbeit selbst erfährt. Je mehr Wachheit und Bewusstheit der Therapeut entwickelt, um so mehr kann er den Klienten in der Konfrontation und in der Begegnung mit sich selbst unterstützen.


Working from Within (mit Ramateertha)

Dieser erste Abschnitt des zweiten Moduls stellt eine Einführung in die Grundlagen therapeutischer Arbeit im Rahmen der spirituellen Therapie dar: Da ist zunächst die innere Haltung und der Raum, aus dem heraus der Therapeut seine Arbeit aufnimmt: Die Begegnung zwischen Therapeut und Klient kann nur fruchtbar sein, wenn der Therapeut frei ist von Vorstellungen bzw. Idealen darüber, wer der Klient ist oder. Sein soll. In dieser Freiheit und Atmosphäre der Unvoreingenommenheit kann der Klient beginnen, sich zu öffnen, sich selbst zu entdecken und mitzuteilen.

Es wird gezeigt, wie der Therapeut diesen Raum zunächst einmal in sich selbst findet bzw. was ihn daran hindert, sich selbst in diesem Raum zu bewegen: Ambitionen, Versagensängste, der Wunsch nach Kontrolle und vieles mehr können Therapeut und Klient beeinträchtigen. Sich nicht in diesem Dickicht von Richtig und Falsch, Gut und Böse, Erfolg und Misserfolg zu verlieren, sondern sich des „offenen Raumes“ immer wieder zu erinnern – also wach und bewusst zu bleiben – ist der Schlüssel, durch den Technik zu Liebe und Therapie zu Transformation wird.

Themen:

- Der Aufbau einer Sitzung

- Die Klärung des „Themas“ für die Sitzung

- Vorgeschichte erfragen

-„Zuhören“

- Dialogführung

- Finden und Benennen dessen, was ist

- Die Klärung der Haltung des Klienten zum Thema

- Die Haltung des Therapeuten während der Sitzung

- Vorbereitung für die Sitzung

- Vorurteilslosigkeit

- Anerkennen was ist

- Die Bedeutung von Meditation in der Arbeit

- Das Potenzial der Leere

 

Wir erachten es als sehr wichtig und wertvoll, dass die Erarbeitung und Behandlung der einzelnen Themen an der praktischen Arbeit orientiert ist. Das heißt, die Lernenden beginnen Sitzungen oder Teile von Sitzungen selbst durchzuführen. Dadurch werden sie Schritt für Schritt in die therapeutische Arbeit eingeführt und lernen aus den daraus resultierenden Fragen und Antworten.


Arbeit mit Projektionen (mit Anando)

In dieser Trainingssequenz möchten wir die Mechanismen von Projektion, der Übertragung und Gegenübertragung in der therapeutischen Beziehung zwischen Therapeut und Klient verstehen. Sie geben uns Einerseits wertvolle Hinweise, um die Geschichte und die Persönlichkeitsentwicklung des Klienten zu verstehen. Andererseits konfrontieren sie den Therapeuten mit seinen eigenen ungelösten Themen.

Unbewusster Umgang mit ihnen führt zu einem Scheitern der Therapie, und wird zu einer Wiederholung schädigender Beziehungen aus der Kindheit, wie z.B. das Eingehen sexueller Beziehungen zwischen Therapeut und Klient. Der bewusste Umgang mit Projektionen aber ist ein machtvolles „Werkzeug“ das wir nutzen können.

Themen

- Den Mechanismus von Projektionen verstehen

- Die Übertragung

- Die Gegenübertragung

  1. -Innerliche Reaktionen auf den Klienten verstehen und deuten

  2. -Sexueller Anziehung zwischen Klient und Therapeut angemessen begegnen

 

Paarberatung (mit Turiya)

In diesem Teil befassen wir uns mit Beziehungsthemen, die sich in der Einzeltherapie präsentieren. Paarberatungen haben eine sehr spezielle Dynamik, die Komplex, hoch interessant und sehr vielschichtig ist. Die Themen, die im Vordergrund stehen, sind Kommunikationsmuster, Projektionen, Coabhängigkeit und unklare Abmachungen.

Wir lernen diese Aspekte zu erkennen, die Hintergründe zu verstehen und den Klienten in einer lebensbejahenden Haltung zu unterstützen.

Themen:

Erkennen von Beziehungsstrukturen und Mustern

Verständnis von Projektionen und dem Schatten

Auflösen von Schutz- und Abwehrmechanismen

Erkennen von Coabhängigkeit in der Beziehung

Mann – Frau Problematik: Gegensätze und Anziehung

Alleinsein und Symbiose. Die Möglichkeit einer gegenseitigen Unterstützung zur Individualität.

Loslassen lernen

Übertragung auf den Therapeuten

 

Körperorientierte Therapie

Die Arbeit mit Emotionen und festgehaltenen Gefühlen ist sehr grundlegend in der Einzeltherapie. In diesem Abschnitt werden wir körperorientierte Techniken unterrichten, die einen direkten Zugang zum Körper und den Emotionen vermitteln. Körper, Psyche und Geist sind eine untrennbare Einheit. Unverarbeitete Gefühle der Psyche manifestieren sich im Körper durch Spannung, Schmerz, Körperhaltung und Blockaden im Energiefluss, die das Wohlbefinden beeinträchtigen. Der Körper besitzt die Fähigkeit, sich selbst zu regulieren und sich selbst zu helfen. Er sucht immer wieder Wege, um einen Zustand von Harmonie und Entspannung herbeizuführen. Sind die äußeren Anforderungen zu hoch, ist man zu großem Stress oder emotionalem Druck ausgesetzt, kann es zu Störungen dieser Selbstregulation des Körpers kommen. Integrative Körperarbeit gibt dem Klienten Raum, den Impulsen des Körpers zu vertrauen und zu folgen. Er entdeckt so neue Möglichkeiten, emotionale Spannungen zu entladen. Das innere Gleichgewicht wird hergestellt und die Energie kann wieder fließen.


Körper- und Charaktertypologie I und II (mit Subodhi)

In diesen beiden Abschnitten des Trainings wollen wir uns den unterschiedlichen Körper - und Charaktertypen nach Wilhelm Reich widmen. Reich unterschied nach 5 Charaktertypen, die sich alle durch die familiäre und gesellschaftliche Prägung in bestimmten Phasen der frühen Kindheit entwickeln. Diese Prägung wirkt sich auf den Körper und die Psyche aus. Sie hinterlässt bestimmte körperliche Haltungen oder Merkmale und gibt uns Vorlieben, Gewohnheiten, Ängste und Stärken.

Wir alle sind durch diese Entwicklungsphasen gegangen und in jeder hat sich die Prägung bemerkbar gemacht. Wenn wir uns jedoch mit den Charaktertypen und ihren Merkmalen befassen, stellen wir fest, dass sich meist einer der Typen am stärksten herausgebildet hat und dadurch das Leben des Klienten besonders geprägt hat.

In der Therapie kann durch ein Lesen des Körpers eine Diagnose erstellt werden. Die Haltung des Körpers gibt Aufschluss über die emotionalen Strukturen und Themen des Klienten und kann somit richtungweisend für die Art der therapeutischen Arbeit sein. Passend zu jedem dieser Körpertypen gibt es Möglichkeiten körperorientierte Sitzungen zu erlernen, die sich durch bestimmte Körperhaltungen, Sonden und Interventionen auszeichnen.


Atmen (mit Anando)

Richten wir unseren Blick auf die Körperorientierte Therapie, dann geht kein Weg am Atmen vorbei. Atmen ist Leben. Wenn wir das Leben in vollen Zügen genießen wollen, darf der Atem nicht klein und eng gehalten werden. Doch schon in der Kindheit haben wir unbewusst gelernt, flach zu atmen. Dadurch waren wir angepasst und „brav“. In der körperorientierten Therapie befreien wir durch tiefes Atmen die zurückgehaltene Vitalität und Lebendigkeit. Wenn wir eine natürliche und tiefe Atmung zulassen, lernen wir unsere Gefühle anzunehmen und ihnen zu vertrauen. Tiefere Schichten unseres Seins können neu erlebt und wieder ganz oder „heil“ werden.

In diesem Trainingsabschnitt lernst du unterschiedliche Atemtechniken und ihre Wirkung kennen.

Themen:

- Erlernen unterschiedlicher Atemtechniken:

öffnende und zentrierende

- Natürliches Atmen verstehen und fördern:

Rhythmus und Aufbau des Atems

- Das richtige Maß finden:

Integratives Atmen verbunden mit Körperbewusstsein und Erdung

- Umgang mit Schock und Trauma

- Atem als Zugang zum „inneren Heiler“

 

Entwicklungspsychologie & Essenzarbeit

Die moderne Psychologie betrachtet die Entwicklung des Ego als eigenständigen vollständigen Prozess. In der spirituellen Lehre wird die Entwicklung des Ego fast immer als Falsch und nicht Erstrebenswert betrachtet. Es wird versucht, über das Ego hinauszugehen, es zu transzendieren.

Diese Trainingssequenzen vermitteln die Grundlagen entwicklungspsychologischer und spiritueller Arbeit. Wir betrachten die Ego-Entwicklung und spirituelle Transformation als einen einheitlichen Prozess der menschlichen Evolution.

Im Vordergrund steht das Verständnis von Konditionierung und wie die dadurch entstandene Identifikation mit der Persönlichkeit oder dem Ego uns von unserer Buddha-Natur entfremdet. Es werden therapeutische Werkzeuge erlernt und eingeübt, die den Klienten auf seinem Weg von der Identifikation mit der Vergangenheit in die Gegenwart unterstützen.

 

Entwicklungspsychologie & Essenzarbeit I und II (mit Samarona)

Unser Selbstbild, das, was wir zu sein glauben, wird geprägt durch Erfahrungen in den verschiedenen Entwicklungsphasen unserer Kindheit. Wachstum ist, zumindest teilweise, ein Prozess der Dekonditionierung. Dabei führt eine bewusste Erfahrung zu einer Veränderung des Selbstbildes und essenzielle, unterdrückte Teile des Individuums werden befreit.

Der therapeutische Ansatz, der hier vermittelt wird, basiert auf einem genauen Verständnis der entwicklungspsychologischen Zusammenhänge. Sie haben zur Prägung der Persönlichkeit und zum Verlust unserer essenziellen Qualitäten geführt.

Themen:

- Wachstum und Konditionierung: Entwicklungsphasen der Kindheit nach Freud, Reich und der Objektbeziehungstheorie

- Die Struktur der Psyche: Es, Ego, Überich und der Zusammenhang mit den Abwehrmechanismen

- Der Loslösungs- und Individuationsprozess und die Geburt der Persönlichkeit

- Der Verlust der Essenz und die Rückkehr zur Essenz. Einführung in der Essenzarbeit von A.H.Almaas

- Die Thematik der Fixierung, Regression, Projektion und Narzissmus

  1. -Spirituelle Thematik: Identität und Individualität, Selbst und Nicht-Selbst, Selbstbilder, Grenzen, Raum und Leere.

  2. -Identifikation und Disidentifikation

Vermittelte Methoden:

- Arbeit mit frühkindlichen Prägungen

- Meditationen zu essenziellen Erfahrungen

- Aufdecken des Selbstbildes. Mitteilen und Spiegeln

  1. -Arbeit mit dem Über-Ich

  2. -

Spezielle Themenbereiche

Systemisches Arbeiten – Ordnungen der Liebe (mit Ramateertha)

Das von Bert Hellinger entwickelte Familienstellen hat in der therapeutischen Arbeit bereits von Anderen aufgezeigtes Verständnis über Zusammenhänge in Familien-Systemen vertieft und weiterentwickelt.

In diesem Abschnitt geht es darum, Grundzüge dieser Arbeit kennenzulernen, um sie in die Einzelarbeit mit Klienten einbeziehen zu können. Begriffe wie wissendes Feld, Verstrickung, unterbrochene Hinbewegung, Primärgefühle, Sekundärgefühle werden erklärt. Ihr Verständnis erweitert den Spielraum therapeutischer Interventionen. Zugleich führt diese Arbeit Therapeut und Klient in einen Rau, der von Stille, Absichtslosigkeit und Nicht-urteilen geprägt ist. Er erkennt und nimmt an, was ist und führt so weiter in dem Fluss des Lebens.

Themen:

- Herkunftssysteme

- Gegenwartssysteme

- Wer gehört in das System

- Ordnungen der Liebe

- Unterbrochene Hinbewegung

- Symptome in der Aufstellungsarbeit: Organe, Krankheiten

- Bewegungen der Seele


Die Arbeit mit Trauma (mit Turiya)

Dieser Abschnitt ist darauf abgestimmt, ein grundlegendes Verständnis von Schock und Trauma zu vermitteln, sowie praktische Fertigkeiten zu lernen, die helfen in der Praxis damit um zu gehen.

Richten wir unseren Blick auf traumatische Störungen in der Therapie, dann geht kein Weg an der Körperwahrnehmung vorbei. Traumatische Ereignisse im Leben eines Menschen sind im Körper gespeichert und nur durch körperliche Wahrnehmung können sie aufgelöst und geheilt werden.

Ein psychisches Trauma ist ein Ereignis, dass die Stimulus Barrieren des Körpers durchbricht und überwältigende Gefühle der Hilflosigkeit auslöst, die sich auf das Nervensystem auswirken. Durch das Zurückerlangen der Empfindungsfähigkeit im Körper können wir wieder einen Ort der Sicherheit in unserem Körper wahrnehmen, und so langsam, Schritt für Schritt, das Trauma auflösen.

Dies ist ein sehr heilender Prozess in dem wir lernen, Ressourcen zu aktivieren die dem Klienten helfen, aus der Erstarrung wieder in die Lebendigkeit zu kommen.

Wir arbeiten größtenteils mit der Arbeit von Dr. Peter Levine. Er hat eine Reihe von wichtigen Werkzeugen und Fertigkeiten entwickelt, die hilfreich sind, nicht nur in der Arbeit mit Trauma sondern auch in der generellen therapeutischen Praxis.

Themen:

- Verständnis von Trauma und Traumasymptomen

- Auswirkung von Traumata auf das Nervensystem und die Psyche

- Die Wichtigkeit von Ressourcen und der Aufbau eines heilenden Beziehungsfeldes in der Arbeit.

- Das Erkennen der natürlich biologischen Antwort des Körpers auf Gefahr: Orientierung, Kampf, Flucht und Erstarrung

- Verständnis von Erstarrung und Dissoziation

- Das Zurückerlangen der Empfindungsfähigkeit im Körper

- Lernen, eine einladende Empfindungssprache anzuwenden

- Fertigkeiten für die Arbeit mit traumatisch gebundener Energie, Erdung und Zentrierung

- Ressourcen orientiert arbeiten

- Das Erkennen der eigenen Grenzen; was traumatisiert den Therapeuten.

- Der Zeitfaktor

- Lernen, nicht zu interpretieren sondern nur zu spiegeln

 

Supervisionswochenenden

Als sechster und elfter Teil von Modul II finden zwei Supervisionswochenenden statt. Sie dienen der Vertiefung des bereits Erlernten. Es werden keine neuen Lerninhalte vermittelt; der Fokus wird auf der praktischen Anwendung des bereits Erarbeiteten liegen. Dazu gehört das Geben von Einzelsitzungen, die von einer dritten Person supervidiert werden. Feedback und Erfahrungsaustausch werden in diesem geschützten Rahmen den Mut für weitere Öffnung und Exploration stärken.

 

Integration und Abschluss

Das zweite Modul schließt mit einem Integrations- und Abschlussteil ab. Ziel der Ausbildung war die Vermittlung von Grundkenntnissen und das Erlernen von Methoden der spirituellen Psychotherapie, so dass sie eigenständig als Einzeltherapie angewandt werden kann. Obwohl wir darauf achten, Leistungsaspekte so weit wie möglich aus der Ausbildung herauszuhalten, finden wir es notwendig, einen Prozess der Selbsteinschätzung sowie die Reflexion und Integration des Gelernten zu fördern. Die Teilnehmer haben Gelegenheit, sich in Form einer eigenständig durchgeführten Einzeltherapie und durch Dokumentation über die Begleitung eines Therapieprozesses zu präsentieren. Hierbei sollen nicht nur die erlernten Verfahren und Methoden, sondern auch die Entwicklung der meditativen Präsenz im Mittelpunkt stehen.

Dieser Ausbildungsteil wird mit der Vergabe eines Zertifikats abgeschlossen. Es berechtigt zur Teilnahme an den aufbauenden Lehrassistenzen sowie an fortlaufenden Supervisionen.



Modul III

Lehrassistenz und Supervision

Aus der Erfahrung in der Ausbildung von Therapeuten wurde von dem Trainerteam Modul III als Vervollständigung des Trainings entwickelt.

Modul I und II stellen quasi die Grundausbildung dar und liefern eine Basis für den Beginn der Tätigkeit als Therapeut. An diesem Punkt Bedarf es der Begleitung und Unterstützung. Lehrassistenz und Supervision, sowie Feedback durch erfahrene Therapeuten hilft der Selbstreflektion und vertieft den Lernprozess.

 

 

 

 

 

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Subodhi

Samarona

Ramateertha

Anando