Tantra Energetics Jahrestraining


Tantra ist der Weg der Liebe und der Akzeptanz. Es erkennt dich als Individuum an und sieht dich gleichzeitig als Teil von etwas Grösserem. Es lädt dich  ein, dich mit dir selbst und in Beziehung zu anderen zu erfahren. Wir erleben uns in verschiedenen Polaritäten (Spannung und Entspannung, Leidenschaft und Hingabe, männliche und weibliche Sexualität, Licht und Schatten, Anima und Animus), die alle nach Vereinigung streben. Darin können gegensätzliche Teile bestehen und gleichzeitig in ein grösseres Ganzes aufgehen. Dieses Streben nach Einheit ist Spiritualität und diesem Wunsch nach Vereiningung begegnen wir als erstes in der Sexualität und in Beziehungen.


Und wie  für mich Mann und Frau zwei Hälften eines Ganzen sind,  so sind es auch Meditation und Liebe. Meditation ist männlich, Liebe ist weiblich.  In der Vereinigung von Meditation und Liebe findet auch die Vereinigung von Mann und Frau statt. Und in diesem Treffen erschaffen wir den transzendierten Menschen – der weder Mann noch Frau ist. Ohne diesen Menschen besteht wenig Hoffnung auf der Erde. Aber ich glaube, meine Leute sind fähig das offensichtlich Unmögliche zu schaffen.“ (Osho: Beyond Enlightenment)


Trainings

Tantra Jahrestraining

Einführung in Tantra

Sich für Tantra zu öffnen heißt, dem Leben gegenüber eine innere Haltung von Akzeptanz, Offenheit und Neugierde zu haben. Tantra ist nicht zielorientiert, es geht darum, „Ja“ zu sagen zu dem, was im Hier und Jetzt geschieht. Es geht nicht um Veränderung, es geht darum, einen intimen Kontakt mit sich selbst herzustellen. Die positiven wie negativen Aspekte anzuerkennen und da sein zu lassen. In der Begegnung mit einem Partner ist dieses einfache ‚sein‘ eine große Herausforderung.

Tantra nutzt den Körper und die sexuelle Energie, um ins Hier und Jetzt zu kommen. Wir schließen Freundschaft mit unserem Körper und unserer natürlichen Energie. Es ist wie ein ‚nach Hause‘ kommen, ein zurückerobern des Fundamentes auf dem wir stehen. Wir werden uns bewusst darüber, wie wir heute in unserem Körper und unserer Sexualität verwurzelt sind.


Hingabe und Leidenschaft

In der Sexualität begegnen wir einer ganz bestimmten Polarität: Hingabe und Leidenschaft. In der Hingabe finden wir die verschmelzende Liebe die unsere Grenzen verschwinden läßt und Intimität ermöglicht und in der Leidenschaft finden wir die feurige, belebende Kraft der Erregung, die uns scharfe Konturen gibt. Entspannung und Erregung, Rezeptivität und Kraft wechseln sich in unserem Leben ab. Diese Spannung zwischen den beiden Polaritäten ist die Anziehung zwischen Mann und Frau.

Nicht jeder erlaubt sich diese beiden Seiten zu leben denn oft konfrontieren sie uns mit Erinnerungen und Ängsten. Leidenschaft kann starke Gefühle hervorrufen, neben Kraft und Wildheit z.B. auch Wut oder Zerstörung. Sie konfrontiert uns mit der Angst vor Trennung. Hingabe birgt außer Intimität und Sanftheit auch die Angst davor, die Individualität zu verlieren oder die Angst vorm Verschmelzen mit dem Anderen.

Tantra bietet dir die Möglichkeit einer Auseinandersetzung mit deinen Wunden und Grenzen. Sie sind es, die dazu geführt haben, dass du den Kontakt zu deiner Natur verloren hast. Tantra läßt dich auch deine Leidenschaft und Hingabe neu erfahren.


Männliche und weibliche Sexualität

Wir alle möchten unsere natürliche Sexualität und unser Leben genießen. Tantra führt dich zu einer intimen Auseinandersetzung mit deiner Sexualität.

In unserer Gesellschaft können wir unserer Sexualität und unserem Körper selten mit Offenheit und Neugierde begegnen. Oft haben wir das Gefühl, etwas vor Anderen verstecken zu müssen oder denken, dass wir alles zu diesem Thema verschweigen müssen.

Die einen haben das Gefühl, nicht gut genug zu sein oder es ‚bringen‘ zu müssen, andere haben eher das Gefühl nicht loslassen oder rezeptiv sein zu können. Um unser Gefühl von Minderwertigkeit zu kompensieren, entwickeln wir bestimmte Strategien und Verhaltensmuster. Wir bemühen uns, anders zu sein, als wir sind, wir werden zu Machos oder begeben uns in Abhängigkeit.

Diese Verhaltensmuster spiegeln sich wieder in unserer Sexualität und in unserer Rolle als Mann und Frau und werden verstärkt durch die Erwartungen in unserer heutigen Gesellschaft.

Hinzuschauen, zu fühlen und auch darüber zu kommunizieren hilft, die Wunden und Verletzungen, die wir erlebt haben, aufzulösen.

Tantra will nicht nur die Sexualität befreien; es geht darum, ein erfülltes Leben zu führen. Konflikte zwischen Mann und Frau weisen auf etwas Tieferes hin: die Angst, sich seiner wahren Natur hinzugeben. Sexualität verbindet uns mit unseren Wurzeln. Sie ist die Erdung unseres Sein.


Licht und Schatten in der Liebe – Projektionen und Integration des Schattens in der Beziehung                    

Nur wenige Aspekte unseres Seins sind uns bewusst. Wir identifizieren uns mit dem, was wir an uns mögen. Die Aspekte, die wir an uns ablehnen, oder nicht sein wollen, werden zu Schatten, die in unserem Unbewussten lebendig sind. Unser Schatten steuert wesentlich zu unserem Leben bei, lenkt und kontrolliert uns z.B. in unseren Beziehungen.

Oft spiegelt der PartnerIn unseren Schatten wieder. Indem wir uns darüber bewusst werden, können wir diese Aspekte annehmen, integrieren, und damit runder in uns selbst werden. Wir sind weniger abhängig, und mehr fähig wirkliche Intimität zuzulassen.

Bei der Erforschung unserer Schattenseiten begegnen wir auch typisch männlichen oder weiblichen Archetypen, die in der indischen Tradition als die Götter Shiva und Kali bekannt sind. Tantra erkennt sowohl die Licht- als auch die Schattenseiten als göttlich an und dadurch wird eine neue Begegnung zwischen Mann und Frau möglich.

Einige Zeit der Gruppe verbringen wir in Stille, so dass wir alte gewohnte Muster von sozialem Verhalten loslassen können, um neue Wege der authentischen Begegnung zu finden.


Anima und Animus – die unsichtbaren Partner

Das Konzept von Yin und Yang war schon in der Tradition des Tao ein Ausdruck der Erfahrung, dass unser Leben aus einer Balance zwischen männlich und weiblich besteht. C.G. Jung  hat dieses Konzept in die westliche Psychologie einbezogen: er sagt, dass jeder Mann, männliche Qualitäten und im Unbewußten eine innere Frau, Anima, hat. Jede Frau hat ihre weiblichen Qualitäten und im Unbewußten einen inneren Mann, Animus.

In dir besteht eine Dynamik zwischen deiner männlichen und weiblichen Seite. Manchmal dominiert deine männliche Seite deine weibliche oder umgekehrt. Manchmal stehen sie in Beziehung zueinander oder auch nicht, manchmal versuchst du die eine oder andere Seite zu verneinen oder zu ignorieren, aber nur durch eine Anerkennung  beider Seiten tritt eine Heilung und ein Einssein ein. Du erkennst, dass du sowohl männliche  als auch weibliche Qualitäten hast.

Diese innere Dynamik spiegelt sich in vielen  deiner Lebensbereichen wieder: ob du in Beziehung bist und wie sich diese gestaltet, wie deine Haltung zum Thema Arbeit ist oder wie du an Entscheidungsprozesse herangehst, alles ist ein Ausdruck der Beziehung zu deinem unsichtbaren Partner.

Anima und Animus  sind im tieferen Sinne Führer, weil sie dich in Situationen bringen, die du sonst vermeiden würdest. Durch sie machst du Erfahrungen, die nicht deinen bewußten Wünschen entsprechen. Anima verführt den Mann in die dunkele Welt der Gefühle und in emotionale Verstrickungen, die seiner natürlichen Psychologie so fremd sind, wie es einer Katze fremd ist unter Wasser zu sein. Die Frau wird durch den Animus  in Alleinsein, Unabhängigkeit und Selbstverwirklichung getrieben, was nicht  ihren instinktiven Vorlieben entspricht, sich durch persönliche Beziehungen und ihre Indentifizierung durch andere zu leben.

Anima und Animus  bringen dich  permanent  an deine Grenzen.  Ohne sie wäre kein innerer Wachstum möglich.


Tantrische Alchemie – den wilden Tiger reiten

In Tantra lernen wir wie ganz unterschiedliche Energien zusammenkommen, subtile, feine, verletzliche und leidenschaftliche, wilde Energien. Sie sind beide Teil einer Begegnung zwischen Mann und Frau. Wir lernen wie die weibliche Energie und Intuition geehrt und gewürdigt und wie der männlichen Präsenz vertraut werden kann, ohne Kontrolle, oder innerlichem Rückzug.

In der Würdigung dieser beiden Seiten verändert sich die Sexualität. Spannung und Entspannung sind kein Widerspruch mehr, sie stehen nebeneinander. Die neue Begegnung, die dabei entsteht, wurde von Osho als Talorgasmus bezeichnet. Es ist ein Zulassen und Akzeptieren von sexueller Leidenschaft und  ekstatischer Liebe in Männern und Frauen.

Die Synthese von Spannung und Entspannung ist nicht nur Thema in der Sexualität, es betrifft jeden Bereich unseres Lebens. Sie bietet uns eine neue Lebenshaltung, in der tantrische Beziehung genauso im Alleinsein stattfinden kann, wie auch in einer Partnerschaft.


Unio Mystica

Das Tantra Energetics Jahrestraining wird mit diesem Wochenende abgeschlossen. Wir nehmen uns Zeit , um miteinander zu sein, Erfahrungen auszutauschen und abzurunden und zu feiern


Teilnehmer, die an dem Tantra Energetics Intensive oder Anima oder Animus teilgenommen haben, haben die Möglichkeit zu einem ermässigten Wiederholerpreis am Tantra Jahrestraining teilnehmen.


Du kannst an diesem Prozess sowohl als Single teilnehmen, als auch zusammen mit deinem Partner.