Traumalösung in der Humanistischen Psychotherapie


Im Rahmen unserer therapeutischen Arbeit begegnen wir immer wieder dem Thema Trauma. Es ist daher sinnvoll, sich ein Verständnis über Schock und Trauma zu verschaffen und sich einige grundlegende Techniken zur Arbeit mit Trauma anzueignen.

Was ist ein Trauma und wie wirkt es sich aus?
Zunächst gilt es zu verstehen, was ein Trauma ist und wie es sich auf die betroffene Person, ihr Nervensystem und ihr Leben auswirken kann. Ein Trauma ist ein für den Menschen überwältigendes Ereignis, in dem sein Nervensystem überreizt wird.Traumatische Ereignisse können Verkehrsunfälle, Operationen, Missbrauch, Gewalt, Verlust eines nahen Menschen, Naturkatastrophen, Krieg, u.v.m. sein.

Trainings

Traumalösung

Traumata können vielerlei psychische und somatische Symptome hervorrufen. Oft treten diese Symptome erst Jahre nach dem traumatischen Erlebnis auf. Sie zeigen sich z.B. durch Depressionen, Angstanfälle, Übererregbarkeit, Migräne, Schlafstörungen, Dissoziation, Erschöpfungsreaktionen und anderen Störungen.

Die therapeutische Arbeit mit Traumatisierten:
In einer traumatischen Situation kann der ursprünglich natürliche Ablauf der instinktiven Reaktion des Körpers von Orientierung, Flucht, Kampf und Immobilitäts-Reaktion nicht abgeschlossen werden oder gar nicht erst zustande kommen. Um also ein Trauma aufzuarbeiten muss das Phänomen, das das Ereignis im Körper verursacht hat, berücksichtigt werden und die therapeutische Arbeit genau dort ansetzen. Die Auflösung eines Traumas auf körperlicher Ebene ist der Schlüssel zur Heilung.

In der Trauma Arbeit ist es möglich, ohne den Inhalt oder der direkten Erinnerung des Traumas zu arbeiten. Es geht darum, die festgehaltenen oder gefrorenen Energien aus dem Körper zu lösen und in kleinen Schritten zur Entladung zu bringen.

Durch diese Herangehensweise kann es zu einer Vervollständigung der instinktiven Reaktion kommen und eine Lösung des Traumas ermöglichen. Die Befreiung aus der Lähmung und Erstarrung gibt dem Klienten ein Gefühl von Lebendigkeit und Lebensfreude zurück.

Die Begleitung von Seiten des Therapeuten beinhaltet einfache verbale oder körperliche Interventionen, um den Klienten mit seinen Ressourcen zu verbinden und ihn mit der körperlich gefühlten Wahrnehmung in Kontakt bringen. Diese Form der Begleitung durch den Therapeuten erlaubt dem Körper des Klienten, die im Nervensystem gebundenen Energien zu einer Entladung zu bringen und somit die Lösung und Heilung eines Traumas einzuleiten.

Diese Interventionen können sowohl in eine gesprächsorientierte Sitzung oder eine Atemsitzung integriert werden.  Es kann gezielt und kurzfristig mit dem Trauma gearbeitet werden.

Ausbildungsinhalte

- Grundverständnis über die Reaktion des Nervensystems bei einem traumatischen Ereignis

- Erlernen der grundlegenden Techniken:
- Übungen zur Erdung
- Arbeiten mit der gefühlten Wahrnehmung
- Verständnis über die Körpersignale, die eine biologische Vervollständigung aufzeigen
- Arbeit mit Ressourcen
- Arbeiten mit Resonanz
- Auflösung des Traumas durch verbale Interventionen, einfache, einladende Sprache
- Auflösung des Traumas durch Berührung


Teilnahmevoraussetzungen:
Die Trauma-Lösung ist als Weiterbildung für alle diejenigen geeignet, die

1. Selbsterfahrung in psychologischen Gruppen (z.B. das Training Persönliche Kompetenzen)

2. Eigentherapie-Erfahrung

3. Eine therapeutische Grundausbildung (Gesprächs-, Gestalt- NLP- o. Körpertherapie) mitbringen.